Das Kloster Wörschweiler

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Auditorium am Winterabend

Das Kloster Wörschweiler...

... war ein Zisterzienserkloster im Saarland. Die Ruine liegt auf dem Marienberg oberhalb des Homburger Stadtteils Wörschweiler. Von der ehemals dreischiffigen Basilika ist kaum mehr erhalten, als ein Teil der Westfassade und eine Langmauer. Die freigelegten Grundmauern lassen noch gut den Grundriss der Anlage erkennen. Ebenfalls erhalten sind einige Grabplatten, welche zum Teil an der verbliebenen Langmauer der Basilika aufgestellt sind. Weitere Grabplatten befinden sich im Römermuseum Schwarzenacker(Angaben in anderen Quellen wonach sich Grabplatten in der Walpurgiskapelle von Schloss Louisenthal befinden sollen, sind nach Auskunft des Eigentümers unzutreffend). Die Klosterruine ist Eigentum einer Stiftung und für die Öffentlichkeit zugänglich.

Gelegentlich findet man die Schreibweisen Werschweiler, Werneswilre, Wernesvilre, Wernevillerio, Wernerivillanae, Wernerivillanis (vgl. dazu auch "Originum Bipontinarum Pars I")

Zwischen 1131 bis 1558 war hatte das Kloster weitreichende Besitzungen und war somit über lange Zeit wirtschaftlich unabhängig. Grundsätzlich waren Zisterzienserklöster seit 1212 vogtfrei - für Wörschweiler änderte sich dies erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts[1]. Diese wirtschaftlichen Güter bestanden z.B. in Weinbergen, Salzvorkommen, Wiesen, Teichen, Mühlen (etwa in Wörschweiler und Limbach), Häusern, Klosterhöfen, Ansprüchen auf Anteil an landwirtschaftlichen Erträgen und auch in Leibeigenen[2]. Auch bei Litzenburger findet man den Hinweis, dass das Kloster entgegen der Carta Caritatis Leibeigene angenommen hat, so z.B. im Jahr 1206 einen Mann aus Biesingen als Geschenk von Ludwig (der Ältere) von Saarwerden[3]. Viele seiner Güter erhielt das Kloster im Rahmen von Schenkungen für das Seelenheil[4](vgl. dazu "Seelgerätsstiftung").


Die Geschichte des Klosters

Die Äbte der Zisterzienser des Klosters Wörschweiler

Das Kloster Wörschweiler als Grablege von Adel und Ritterstand nach schriftlichen Quellen

Das Kloster Wörschweiler als Grablege von Adel, Ritterstand und Klerus nach gefundenen Gräbern

Die Wörschweiler Klostergüter

Impressionen der Klosterruine

Externe Links

Quellen dieser Seite

  1. Jutta Manderscheid, "Die Säkularisation des Klosters Wörschweiler auf dem Hintergrund der Reformation im Herzogtum Zweibrücken" in Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde Jahrgang 75, 2008, S. 26f
  2. Wilhelm Eugen Schulz, Der Bliesgau, Geographisch-historisch erläutert, Zweibrücken 1838, S.62
  3. Ludwig Litzenburger, Die Entstehung und Ausbreitung der Grundherrschaft Werschweiler, erschienen in Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 2. Jahrgang 1950
  4. Jutta Manderscheid, "Die Säkularisation des Klosters Wörschweiler auf dem Hintergrund der Reformation im Herzogtum Zweibrücken" in Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde Jahrgang 75, 2008, S. 24ff

Quellenverzeichnis